Vorsicht – Zuerst Telefon dann SMS

Am gleichen Tag gleich mehrmals. Zuerst klingelt das Telefon mit Anrufenden aus der ganzen Welt und dann zeitnah folgt eine SMS mit dem Code für eine Neuanmeldung mit meiner Nummer

Was man hier annehmen könnte, ist, dass irgendein System, während das Telefon aktiv verbunden ist, die SMS einsehen kann, um sich bei Ricardo, PayPal, Amazon etc. anzumelden und das Konto zu übernehmen.

Noch finden wir keine weiteren Angaben, aber gleich bei 3 Personen in unserem Umfeld nimmt es zu, dass angerufen wird und gleichzeitig ein Freischalt-Code gesandt wird. Bei uns an einem Tag gleich 6 Mal.

Wir raten dazu, Anrufe von unbekannten Nummern aus dem In- und Ausland nicht entgegenzunehmen.“

Kein direktes „Auslesen“ durch das Gespräch:

Rein technisch kann ein herkömmlicher Telefonanruf die SMS auf einem Smartphone nicht abfangen oder mitlesen (ausser das Gerät wäre bereits mit spezieller Spionagesoftware infiziert).

Warum rufen sie dann genau im selben Moment an?

  • Leitung blockieren (Voicemail-Angriff): Viele Dienste (wie WhatsApp, Telegram, Banken etc.) bieten als Fallback an: „Code per Sprachanruf vorlesen lassen“. Wenn die Betrüger dein Telefon durch einen Daueranruf besetzt halten, landet der automatische Anruf des Dienstes direkt auf der Mailbox/Combox. Wenn diese mit einer Standard-PIN oder ungesichert ist, versuchen Angreifer, die Nachricht dort abzuhören.
  • Social Engineering / OTP-Bots: Oft rufen automatisierte Bots an, um in genau der Sekunde, in der die SMS ankommt, das Opfer zu verwirren oder per Tonbandansage zur Eingabe der Ziffern auf der Telefontastatur zu bewegen („Bitte bestätigen Sie Ihre Identität mit dem soeben gesendeten Code…“).
  • Ablenkung & Stress erzeugen: Durch die Flut an Anrufen soll das Opfer hektisch reagieren oder unbedacht agieren.

Wäschekorb Traumwelten oder Schrott

Da ist sie wieder, die liebevolle Geschichte, die wir alle seit Jahren kennen. Ein Handwerksbetrieb muss aufgeben, die letzten Stücke werden angeboten. Tatsächlich erhält man wirklich billigsten China-Schrott, so die Meinung in Foren und auch bei den Bewertungen auf TrustPilot.

Diesmal sind es Wäschekörbe, die Chrissi hergestellt haben soll. Auch das Design soll von ihr sein und jedes Stück soll am Bodensee mit viel Liebe einzeln angefertigt worden sein.. Wertig und stabil. Was dann im Paket ankommt, ist billigstes Plastik, die Wäschekörbe stehen nicht einmal von selbst und wie diverse „Geschädigte“ auf Trustpilot melden, ist eigentlich die ganze Geschichte erlogen.

Wir können nur warnen, anscheinend stimmt keine Zeile der Werbung für dieses „Produkt in vielen Varianten“. Aber das habt ihr sicher auch schon bemerkt, denn die Rücksendeadresse.(Kostenfrei ab einem Warenwert von 300 Franken/Euro) liegt in China. Trotzdem wird behauptet:

Ich war letzte Woche bei Chrissi am Bodensee. Unglaublich, was für eine Atmosphäre in dieser Näherei herrscht. Überall Stoffbahnen in sanften Wiesentönen, kleine Filz-Schäfchen und Stoff-Hühner auf der Werkbank, alte Fotos aus dem Allgäu an der Pinnwand – so viel Herzblut in jedem einzelnen Stück. Ich habe direkt zwei Körbe mitgenommen, einen für mich und einen für meine Tochter zur Geburt ihres ersten Kindes.“
– Sarah G., München

Betrug? Dieses Wort werden wir nicht (mehr) in den Mund nehmen, es kostet in der heutigen Zeit viel, sehr viel Geld, selbst dann, wenn der Betrug offensichtlich ist.

Bildrechte & Quellennachweis: Die in diesem Beitrag verwendeten Abbildungen stammen aus öffentlich zugänglichen Werbematerialien der genannten Anbieter. Die Darstellung erfolgt gemäss Art. 25 URG (Zitatrecht) zum Zweck der Erläuterung und kritischen Auseinandersetzung. Die Bilder dienen als Belegstücke, um die Diskrepanz zwischen Werbeversprechen und Marktrealität für den Leser visuell nachvollziehbar zu machen und den Wiedererkennungswert der analysierten Kampagnen zu gewährleisten.

Eine Bitte an Euch, wenn ihr diesen Beitrag kommentiert. Benutz das Wort Betrug nicht. Heute sind die Unehrlichen besser geschützt als die Ehrlichen und dieses eine Wort kann sehr, sehr teuer werden.

vitaGLP im Faktencheck

Abnehm-Wunder oder Täuschung? Eine Analyse zu VitaGLP

3, 10 oder gar 25 Kilo innerhalb weniger Tage – das „beste Produkt“, das die TV-Show „Die Höhle der Löwen“ je hervorgebracht haben soll: Mit solchen Versprechen werben derzeit zahlreiche Videos. Sie zeigen Prominente jeden Alters, die angeblich in Rekordzeit massiv an Gewicht verloren haben. Oft suggeriert die Werbung ein Bezug mit der TV-Show „Die Höhle der Löwen“. Alles Fake?

Die Bestellung und Lieferung

Wer über eines der vielen Advertorials (als Artikel getarnte Werbung) auf der Landingpage vitaglp.com landet und bestellt, erhält die Ware tatsächlich. In unserem Test in der Schweiz traf das Paket nach 10 Tagen ein. Der Inhalt: Drei Behälter mit jeweils 30 Kapseln für insgesamt 119.85 Franken (ca. 129 Euro). Auffällig dabei ist die Verpackung: Die Dosen sind so groß, dass sie problemlos jeweils 100 oder mehr Kapseln aufnehmen könnten.

Widersprüchliche Informationen

Interessanterweise fehlen auf der eigentlichen Homepage vitaglp.com die extremen Abnehm-Versprechen oder jeglicher Bezug zu „Die Höhle der Löwen“. Es findet sich dort sogar der Hinweis, vor der Einnahme einen Arzt zu konsultieren. Diese seriöser wirkende Seite bekommen Käufer jedoch oft gar nicht zu Gesicht, da sie über die manipulativen Werbeanzeigen direkt auf der Bestellmaske landen.

Das Fazit zur Werbeform

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beecream das Bienengift aus Südtirol

Endlich mal ein Hinterfragen das Gut endet (beachte am Schluss unser Fazit)

Eine unglaubliche Geschichte von Giuseppe aus Terenten, hat wieder Hochkonjunktur. Der 82 Jährige der sich bewegt wie ein 40 Jähriger. Ja nicht nur er, sondern das ganze Dorf hat danke dem wundersamen „Bienengift“, KEINE Gelenkschmerzen, seit über 40 Jahren. Die Geschichte geht sogar noch weiter, selbst Ärzte sollen ab der Wirkung überrascht sein.

Die zahlreichen Bewertungen mit den jeweiligen Fotos der Verfasser sind fast ausschliesslich Bilder von iStock und Shutterstock, also gekaufte Bilder. Sie erzählen Geschichten von Wunderheilung und dies innerhalb weniger Tage.

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Tyrexin Erfahrungen 2026

Mit Selbst-Test am Schluss dieses Beitrages vom März/April 2026

Da bringt der Postbote das kleine Paket. 3 x 60 Kapseln. Sollte, je nach Einnahme-Menge ( 2 bis 3 mal 1 bis 3 Kapseln täglich), eventuell reichen, um wenigstens ein Resultat zu sehen. Das Paket kam nach 5 Tagen bei uns an. Wir bestellten 3 x 60 Kapseln für 118.- statt 195 Franken.

Die Werbung des Anbieters Swiss Nutri ist je nachdem wo man sie liest von zurückhaltend bis aggressiv und übertrieben was den Wortlaut betrifft.

Der Anbieter wirbt stolz mit der ISO 22716. Wer kurz recherchiert, merkt schnell: Das ist eine Norm für die Kosmetikindustrie (Gute Herstellungspraxis für Cremes und Salben).

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Black Optic Night Vision im Fake – Check

Da ist es, das sensationelle Nachtsichtgerät zum Superpreis und nun noch mit 50% Rabatt. Gerade mal 90 Euro soll es nun kosten und dies natürlich nur für kurze Zeit. Wobei die kurze Zeit seit vielen Monaten andauert, eigentlich schon seit 2023. Vorweg: Dieses hier gezeigte Modell ist zum Beispiel bei Temu für 30 Euro zu haben. Den Ladenpreis von 180 Euro finden wir nirgends. So hinterfragen wir nicht nur den Originalpreis von 180 Euro sondern auch die 50% Rabatt.

Wer sich etwas schlau macht findet zu diesem Gerät viele Informationen. Ja der Anbieter bezieht sich sogar auf einen SAM der im Militär-Look das Gerät in Händen hält. Auf Youtube nennt sich der SAM dann allerdings wick actual und unterhält einen Kanal mit diversen «Tests» von Geräten.

Hier beschreibt er auch die Black Optic Night Vison. Da sich der Anbieter selbst auf diesen Link bezieht, muss es die selbe Kamera sein.

Die Kamera wird einerseits als IP67 genormt angeboten, was erlauben würde die Kamera bis zu einem Meter tief im Wasser zu halten und dies während 30 Minuten. Im Inserat steht aber Spritzwasserfest. (Stand 31.3.2026)

Nun es ist nicht verboten Geräte zu einem Preis zu verkaufen/vermitteln und dabei Geld zu verdienen. Von gut 30 Euro jedoch auf 180 Euro zu gehen, ist schon ein starkes Stück…und selbst mit dem 50% Rabatt sind es dann immer noch 300% unterschied.

Übrigens gibt es für die TEMU Variante tatsächlich echte und geprüfte Berichte, die das Gerät nicht gerade loben, aber doch festhalten, dass es für 30 Euro ein gutes, preiswertes Nachtsichtgerät sei vor allem beim benutzen des Infrarot-Modus.

Der Anbieter World Leads Media Group Ltd aus Hong-Kong hält dabei fest:

Disclaimer: World Leads Media Group Ltd operates solely as an independent marketing company and is not the owner, manufacturer, distributor, or authorised representative of any of the brands or products advertised on this website. All products, services, transactions, and customer service inquiries are managed exclusively by the respective brand owners or authorised sellers.

Also alles in allem unser Tipp, schauen sie sich um und finden dieses Gerät auf verschiedenen Plattformen zu einem wirklich, erstaunlich günstigen Preis. Achten Sie beim Kauf darauf ob das Gerät mit Akku (Neuere Variante) oder mit Batterie (Alte Version) betrieben werden kann und über USB-C aufgeladen wird.

Bildrechte & Quellennachweis: Die in diesem Beitrag verwendeten Abbildungen stammen aus öffentlich zugänglichen Werbematerialien der genannten Anbieter. Die Darstellung erfolgt gemäss Art. 25 URG (Zitatrecht) zum Zweck der Erläuterung und kritischen Auseinandersetzung. Die Bilder dienen als Belegstücke, um die Diskrepanz zwischen Werbeversprechen und Marktrealität für den Leser visuell nachvollziehbar zu machen und den Wiedererkennungswert der analysierten Kampagnen zu gewährleisten.

Fraglich: Diverse Videos von diversen User bewerben dieses Gerät, immer mit den gleichen Einblendungen und fast identischem Text. Ein Link der vom Anbieter stammt, zeigt sogar ein Video (4) in dem das Produkt für das 10 fache angeboten wird, wohl (*Annahme) um den günstigen Preis zu suggerieren. Video1 Video 2 Video 3 Video 4

Diesen und weitere Fake-Checks finden Sie im Original auf meinem Blog

Qinux Aquoxis das Hochdruckwunder

Wir beobachten derzeit Werbekampagnen für Qinux Aquoxis, bei denen die Preisgestaltung kritisch hinterfragt werden sollte. Oft wird mit einem vermeintlichen Originalpreis von 98 Franken geworben, der durch einen 50%-Rabatt auf 49 Franken reduziert wurde. Rechnet man jedoch die obligatorischen Zusatzkosten für Garantie (9 CHF), Paketversicherung (5 CHF) und Versand (9 CHF) hinzu, ergibt sich ein Endpreis von 72 Franken.

Marktvergleich und Analyse: Ein direkter Vergleich zeigt, dass baugleiche Produkte mit identischer Düsenleistung auf Plattformen wie Temu bereits ab ca. 8.99 Franken erhältlich sind. Bei etablierten Schweizer Händlern wie Galaxus oder auf Marktplätzen wie Fruugo liegt der Preis für vergleichbare Sets inklusive Anschlüssen meist zwischen 24 und 28 Franken.

Fazit: Handelt es sich um Betrug? Rechtlich gesehen nein, da die Preisgestaltung im freien Markt dem Anbieter obliegt. Dennoch ist Vorsicht geboten:

  • Mondpreise: Der ursprüngliche Referenzwert von 98 Franken erscheint im Marktvergleich unrealistisch hoch angesetzt.
  • Irreführendes Videomaterial: In den Werbeclips werden häufig leistungsstärkere Geräte oder andere Düsenaufsätze gezeigt, als letztlich geliefert werden.

Wir empfehlen daher, vor dem Kauf die Lieferumfänge und technischen Spezifikationen genau zu prüfen.

Auch auf Youtube wird diese SUPER-AKTION angezweifetl.

Die Bewertungen sind so wie wir das sehen, recht «fragwürdig». Diverse Anbieter haben die selben Wortlaute bei den Bewertungen mit den gleichnamigen Personen, die aber alle innerhalb der letzten Tage umgezogen sind. Helmut von Köln nach Hamburg und Thomas von Stuttgart nach Hamburg.

Nicht ganz nachvollziehbar sind auch die in der Werbung angezeigten Düsen und Vorsätze. Sie unterscheiden sich voneinander, ja man sieht sogar ein Vorsatz eines namhaften Herstellers.

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Helga Lambrecht Schafe-Taschen

Betreff: Helga Lambrecht und die Schaf-Tasche – Wenn Handarbeit aus der KI-Retorte kommt

Aktuell kursieren rührende Werbebeiträge über eine gewisse Helga Lambrecht. Die Geschichte klingt perfekt: Seit 37 Jahren fertigt sie in liebevoller Handarbeit gesteppte Taschen mit Schafmotiven – wahlweise in Martigny (CH), Rosenheim (D) oder anderen Städten, je nachdem, von wo aus man die Anzeige aufruft. Eine beeindruckende Lebensleistung, die jedoch einen Haken hat: Helga Lambrecht existiert an diesen Orten nicht.

Die Masche hinter der Idylle: Hinter den emotionalen Anzeigen verbirgt sich eine klassische Marketing-Kaskade, die den Nutzer über mehrere Stationen in die Irre führt:

  1. Lokale Täuschung: Durch technisches Geotargeting wird dem Leser suggeriert, die Künstlerin stamme aus seiner unmittelbaren Region (z. B. Martigny).
  2. Künstliche Welten: Das verwendete Bildmaterial stammt offensichtlich aus einem KI-Generator. Bei genauem Hinsehen wirken Details im Hintergrund und an den Taschen unnatürlich – ein typisches Merkmal für computergenerierte Fake-Identitäten.
  3. Die Klick-Strecke: Über gesponserte Artikel und fünfseitige „Hintergrundstorys“ wird der Nutzer emotional aufgeladen, bis er auf Portalen wie Nabolu landet.
  4. Der Preis-Check: Dort wird die Tasche für 59.99 Euro zuzüglich Versand als „Designet & hergestellt von Helga“ verkauft. In Wahrheit handelt es sich oft um Massenware aus Fernost, die unter falscher Flagge teuer vermarktet wird.

Fazit: Es ist kein Betrug im klassischen Sinne, solange ein Produkt geliefert wird. Doch die bewusste Täuschung über die Herkunft, die Person und die Herstellungsmethode ist hochgradig unethisch. Wer in Martigny nach Helgas Atelier sucht, wird enttäuscht werden – und wer in Rosenheim fragt, wird wohl nur ein müdes Lächeln ernten.

Preisvergleich und Kundenstimmen: Dass es sich hierbei nicht um exklusives Kunsthandwerk handelt, zeigt ein Blick auf andere Plattformen: Identische Taschenmodelle finden sich beispielsweise auf Etsy bereits für rund 30 Franken – dort allerdings ohne die erfundene Hintergrundgeschichte der „liebevoll fertigenden Helga“.

Wer überlegt, beim Anbieter Nabolu zu bestellen, sollte zudem die aktuellen Erfahrungen anderer Käufer berücksichtigen. Auf einschlägigen Bewertungsportalen wie Trustpilot wird das Unternehmen derzeit mit lediglich 2,2 von 5 Sternen bewertet (Stand März 2026). Die Hauptkritikpunkte der Kunden decken sich mit unseren Beobachtungen:

  • Erhebliche Abweichungen zwischen Produktbildern und gelieferter Ware.
  • Lange Lieferzeiten (Indiz für Dropshipping aus Fernost).
  • Minderwertige Materialqualität («Chinaware» statt Handarbeit).

Fazit: Der Aufpreis bei Nabolu fliesst offensichtlich nicht in die Handarbeit einer Schweizer Künstlerin, sondern in teure Werbekampagnen, die eine Idylle vorgaukeln, die es so nicht gibt.

Unser Rat: Fallen Sie nicht auf generische „Heimat-Geschichten“ herein. Echte Handarbeit aus der Region erkennt man meist daran, dass man das Atelier tatsächlich besuchen kann.

Rechtlicher Hinweis: Die verwendeten Screenshots und Produktabbildungen unterliegen dem Urheberrecht des jeweiligen Anbieters. Sie werden hier im Rahmen der Berichterstattung und als Bildzitat verwendet, um den Wiedererkennungswert für betroffene Kunden und Interessierte zu gewährleisten und die dokumentierte Werbe-Masche zu illustrieren.

Bildrechte & Quellennachweis: Die in diesem Beitrag verwendeten Abbildungen stammen aus öffentlich zugänglichen Werbematerialien der genannten Anbieter. Die Darstellung erfolgt gemäss Art. 25 URG (Zitatrecht) zum Zweck der Erläuterung und kritischen Auseinandersetzung. Die Bilder dienen als Belegstücke, um die Diskrepanz zwischen Werbeversprechen und Marktrealität für den Leser visuell nachvollziehbar zu machen und den Wiedererkennungswert der analysierten Kampagnen zu gewährleisten.

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Keramikmeisterin Doreen: Die Bienenblüte von Bergschatz im Fake-Check

Die liebevolle Geschichte der 74 Jahre alten Doreen die eine Bienenblüte «entwickelte» die es den Bienen erlaubt, ohne zu ertrinken, Wasser aufzunehmen. So zumindest erzählt uns unter anderem Bergschatz.de. Die letzten eigenhändig, geformten, glasierten und geprüften von Doreen hergestellten «Blüten» kann man nun anscheinend mit einem 50% Rabatt kaufen.

Die in der Werbung (oben) gezeigten Blüten die da speziell für Bienen entworfen wurden, ähneln in keiner Weise den auf Bergschatz.de bzw. über den Link in der Werbung im Warenkorb befindlichen Artikeln.

Hübsch diese Geschichte – und doch hinterlässt sie bei uns massive Fragen. Ein Blick in die Rücksendebedingungen offenbart nämlich ein logistisches Rätsel: Die Retouren Adresse liegt nicht etwa in einem beschaulichen Töpferatelier in Deutschland, sondern im über 8’000 Kilometer entfernten Shenzhen in China.

Nun ja, vielleicht hat ‚Meisterin Doreen‘ ja ein ganz exklusives Geschäftsmodell entwickelt: Sie formt und glasiert jede Blüte eigenhändig, schickt sie dann zum ‚Zwischenlagern‘ einmal um den halben Globus nach China, nur damit sie von dort aus wieder zurück nach Europa versandt werden kann. Klingt unlogisch? Ist es auch. Die bittere Realität: Die Versandroute entlarvt die romantische Handarbeits-Story als das, was sie ist – reines Dropshipping von günstiger Massenware. Das ist zwar nicht verboten, aber der Leser sei vorsichtig.

Die in der Werbung gezeigten «Blüten» sind dann im Warenkorb ganz anders und gleichen der durch Temu vertriebenen nicht nur aufs Haar, nein es sind auch die selben Bilder die die Blüten zeigen. Bei Temu kostet dann die «Blüte» Euro 5.50 oder 5.12 Franken bei Bergschatz Euro 44.99 .

Ein weiterer widersprüchlicher Eintrag sind die Angaben «90 Tage Rückgaberecht». Dieser Eintrag wird bei den Rückgabebedingungen damit untermauert dass Bergschatz.de erst ab einem Bestellwert von 300 Euro die Rücksendekosten übernimmt.

Alles in allem. Ob die Geschichte nun frei erfunden ist oder nicht, ob Doreen wirklich diese Blumen «entwickelt», jede einzelne gefertigt, modelliert hat, wie in der Geschichte beschrieben wird, lassen wir mal vorweg. Aber sie sind unmöglich*** die Artikel die ab China geliefert werden.

Bildrechte & Quellennachweis: Die in diesem Beitrag verwendeten Abbildungen stammen aus öffentlich zugänglichen Werbematerialien der genannten Anbieter. Die Darstellung erfolgt gemäss Art. 25 URG (Zitatrecht) zum Zweck der Erläuterung und kritischen Auseinandersetzung. Die Bilder dienen als Belegstücke, um die Diskrepanz zwischen Werbeversprechen und Marktrealität für den Leser visuell nachvollziehbar zu machen und den Wiedererkennungswert der analysierten Kampagnen zu gewährleisten.

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Hermann Lechart der Schreiner und seine Vogelhäuser

Das Märchen vom müden Schreiner aus Mitten im Herzen Thüringens

Titel: Abschied aus der Werkstatt? Hinter den Kulissen der Vogelhaus-Aktion

Die Geschichte klingt fast zu schön, um wahr zu sein: Ein erfahrener Schreiner, der über 40 Jahre lang massive, dickwandige Vogelhäuser in Handarbeit gefertigt hat, geht in den Ruhestand. Nun möchte er seine letzten Bestände mit einem grosszügigen Rabatt an Vogelfreunde abgeben. Doch wer hier ein Schnäppchen vermutet, sollte genauer hinschauen.

Widersprüche in der Idylle: Bei näherer Betrachtung bröckelt die Fassade der handgefertigten Unikate schnell:

  • Herkunft vs. Marketing: Während die emotionalen Texte eine lokale Werkstatt suggerieren, stammen die Produkte nachweislich aus Nicht-EU-Ländern.
  • Fragwürdige Rezensionen: Besonders kurios wirken Bewertungen von Käufern, die behaupten, die Werkstatt „persönlich in Deutschland besucht“ zu haben – ein Ding der Unmöglichkeit bei reinen Online-Konstrukten ohne physischen Standort.
  • KI-generierte Perfektion: Die Werbebilder, die die Häuschen „mit Liebe gefertigt“ zeigen, entlarven sich bei genauem Hinsehen oft als KI-Generierungen. Sie wirken „cool“ und makellos, halten aber einem Realitätscheck oft nicht stand.

Der Temu-Vergleich: Wer sich die Mühe macht, findet die identische Modelle auf Plattformen wie Temu oder AliExpress – zu einem Bruchteil des Preises und oft inklusive Versand. Dass es sich um dieselbe Massenware handelt, erkennt man spätestens daran, dass in den Werbeanzeigen sogar exakt dieselben (oft künstlich eingefügten) Vögel auf den Häuschen sitzen.

Fazit: Lassen Sie sich nicht von der emotionalen Geschichte des „letzten Lagerbestands“ unter Druck setzen. Echte Handarbeit hat ihren Preis – und sie braucht keine erfundenen Schicksale, um verkauft zu werden..

Also liebe Leser aufgepasst. Glauben Sie was sie wollen aber trauern sie nicht um den lieben Hermann Lechart

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